SEO & GEO — von Crawling bis KI-Suche.
Die Sprache der Sichtbarkeit, wenn KI-Antworten Suchergebnisse verdrängen — klassisches SEO und Generative Engine Optimization, erklärt für Mittelstand und Markenhersteller.
Suchmaschinenoptimierung hat sich verschoben: Nicht mehr nur das Google-Ranking zählt, sondern ob du in KI-generierten Antworten auftauchst oder nicht. Dieses Glossar erklärt 67 Begriffe aus klassischem SEO und dem neuen Feld GEO (Generative Engine Optimisation) — praxisnah, ohne Agentur-Geschwätz, mit direkten Konsequenzen für deinen Betrieb.
A
AEO (Answer Engine Optimization) — Die Optimierung deiner Inhalte speziell dafür, von KI-Antwortmaschinen wie Perplexity, ChatGPT Search oder Google AI Overviews direkt zitiert zu werden. Anders als klassisches SEO zielt AEO nicht auf Klicks, sondern auf Nennung und Autorität in automatisch generierten Antworten. Strukturierte Seiten, klare Frage-Antwort-Formate und belegte Fakten sind die Grundlage. Wer hier investiert, baut Sichtbarkeit auf, die nicht von Klick-Kurven abhängt. → siehe auch: GEO, AI Overviews, E-E-A-T
AGENTS.md — Eine Konventionsdatei auf deiner Website, die KI-Agenten beschreibt, welche Inhalte sie abrufen dürfen und welche Aufgaben sie auf deiner Seite ausführen können. Ähnlich wie llms.txt — aber nicht für Sprachmodelle beim Training, sondern für autonome KI-Agenten beim Handeln. Der Standard ist 2026 noch in Entwicklung, aber frühes Mitmachen gibt dir mehr Kontrolle über maschinelle Nutzung deiner Inhalte. → siehe auch: llms.txt, robots.txt, GEO
AI Mode (Google 2026) — Googles neues conversational Interface in der Suche, das sich von AI Overviews in einem entscheidenden Punkt unterscheidet: Statt einer Zusammenfassung über den Suchergebnissen führt der AI Mode einen echten Dialog — Folgefragen, Vertiefungen, personalisierte Pfade. Die Citation-Patterns sind anders: Weniger Quellen werden zitiert, dafür häufiger und tiefer. Wer als eine von wenigen Referenzquellen erscheint, gewinnt überproportional Sichtbarkeit. → siehe auch: AI Overviews, GEO, Citation Share
AI Overviews — Googles KI-generierte Zusammenfassung, die über den klassischen Suchergebnissen erscheint. Die KI zieht Inhalte aus mehreren Quellen zusammen und beantwortet die Frage direkt — ohne dass der Nutzer auf eine Website klicken muss. Für dich bedeutet das: Wenn deine Inhalte gut strukturiert und klar formuliert sind, kannst du in dieser Zusammenfassung zitiert werden, auch ohne Rang 1. Gleichzeitig sinkt der Klick-Traffic für einfache Informationsanfragen weiter. → siehe auch: GEO, Zero-Click Searches, AEO, AI Mode
AI Visibility — Das neue Messkonzept für Sichtbarkeit im KI-Zeitalter: Wie oft taucht deine Marke, deine Domain oder dein Inhalt in KI-generierten Antworten auf — unabhängig vom klassischen Suchranking? AI Visibility kombiniert Citation Share, Share of Model und die Häufigkeit von Markenerwähnungen in LLM-Antworten. Klassisches Rank-Tracking erfasst das nicht mehr. Wer AI Visibility ignoriert, unterschätzt, wie viel Sichtbarkeit er tatsächlich verliert. → siehe auch: Citation Share, Share of Model, GEO
B
Backlinks — Links von anderen Websites, die auf deine Seite verweisen. Ein Link von einem etablierten Fachverlag zählt deutlich mehr als zehn Links von unbekannten Blogs. Backlinks sind noch immer einer der stärksten Rankingfaktoren — wer in seiner Branche als Referenz gilt und von Fachmedien verlinkt wird, baut Sichtbarkeit auf, die auch nach dem nächsten Algorithm-Update standhält. → siehe auch: Domain Authority, Off-Page SEO, PageRank
Bing Places — Das Pendant zu Google Business Profile für Microsofts Suchmaschine Bing. Besonders relevant, weil ChatGPT Search auf Bing-Daten aufbaut: Wer dort nicht gepflegt ist, fehlt möglicherweise in KI-Antworten zu lokalen Suchanfragen. Der Aufwand ist überschaubar und sollte parallel zu Google gepflegt werden — NAP-Konsistenz vorausgesetzt. → siehe auch: Google Business Profile, Local SEO, NAP-Konsistenz
C
Canonical URL — Die „offizielle“ Version einer Seite, wenn derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar ist. Du teilst Suchmaschinen damit mit: „Das ist die Version, die du indexieren sollst.“ Ohne Canonical können doppelte Inhalte dazu führen, dass Suchmaschinen dein Ranking auf mehrere URLs verteilen statt es zu bündeln. Besonders relevant bei E-Commerce-Seiten mit Filter-URLs oder CMS-Systemen, die automatisch Varianten-URLs erzeugen. → siehe auch: Duplicate Content, noindex, Indexierung
ChatGPT Search — Die Suchfunktion von OpenAIs ChatGPT, die Ergebnisse direkt aus dem Web zieht und als Fließtext beantwortet. Nutzt Bing-Infrastruktur für die Web-Suche. Für Unternehmen relevant: Wer bei Bing gut aufgestellt und mit strukturierten Daten ausgezeichnet ist, hat bessere Chancen, als Quelle zitiert zu werden. ChatGPT Search bevorzugt aktuelle, faktenschwere Inhalte mit klarer Quelle. → siehe auch: Bing Places, GEO, AEO, RAG
Core Algorithm Updates — Googles größere, periodische Aktualisierungen des Kernalgorithmus. Sie können Rankings innerhalb von Tagen stark verschieben — nach oben wie nach unten. Wer auf kurzfristige Tricks gebaut hat, verliert hier. Wer konsequent hochwertige, nutzerorientierte Inhalte veröffentlicht, profitiert langfristig. Updates kommen mehrmals pro Jahr und werden offiziell kommuniziert — Reaktionszeit nach einem Update liegt oft bei 6–8 Wochen. → siehe auch: Helpful Content Update, E-E-A-T
Core Web Vitals — Googles Messgrößen für Seitengeschwindigkeit und Nutzererfahrung: Largest Contentful Paint (LCP, Ladezeit des Hauptinhalts), Interaction to Next Paint (INP, Reaktionszeit bei Interaktion) und Cumulative Layout Shift (CLS, visuelle Stabilität). Diese Werte sind direkter Rankingfaktor. Eine Seite, die 4 Sekunden zum Laden braucht, verliert messbar — sowohl bei Google als auch bei Nutzern, die im Schnitt nach 3 Sekunden abbrechen. → siehe auch: Technical SEO, Mobile First Indexing
Crawling — Der Prozess, bei dem Suchmaschinen-Bots das Web automatisch durchsuchen und Seiten einlesen. Der Bot folgt Links von Seite zu Seite und nimmt den Inhalt zur Auswertung auf. Ohne Crawling keine Indexierung — und ohne Indexierung kein Ranking. Technische Fehler wie blockierte Seiten oder kaputte Links können dafür sorgen, dass wichtige Seiten nie gefunden werden. → siehe auch: Indexierung, robots.txt, Sitemap
Crawl Budget — Die Anzahl der Seiten, die Googles Crawler pro Zeiteinheit auf deiner Website aufruft. Für kleine Websites kein aktives Problem — ab einigen tausend Seiten wird es relevant. Wenn der Crawler zu viel Zeit mit unwichtigen Seiten (Filtervarianten, leere Kategorien, Duplicate Content) verbringt, werden neue wichtige Inhalte langsamer aufgenommen. Gesteuert über robots.txt, Canonical URLs und interne Verlinkung. → siehe auch: Crawling, robots.txt, Indexierung
D
Duplicate Content — Identischer oder sehr ähnlicher Inhalt, der unter mehreren URLs aufrufbar ist. Google kann dann nicht entscheiden, welche Version es bevorzugen soll, und verteilt Ranking-Signale. Entsteht häufig durch CMS-Automatismen: Session-IDs in URLs, Druckversionen, www vs. non-www, HTTP vs. HTTPS. Lösung: Canonical URLs setzen, saubere URL-Strukturen definieren oder noindex für doppelte Seiten. → siehe auch: Canonical URL, noindex, Crawl Budget
E
E-E-A-T — Steht für Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit). Googles Qualitätsrahmen, nach dem menschliche Rater und — zunehmend — der Algorithmus Inhalte bewerten. Für dich konkret: Zeige echte Erfahrung durch Fallstudien und Jahreszahlen, benenne Autoren mit Profil, verlinke auf vertrauenswürdige Quellen und sorge für eine seriöse technische Basis. Ohne E-E-A-T kein nachhaltiges Ranking im YMYL-Bereich (Your Money, Your Life). → siehe auch: Helpful Content Update, Structured Data, Authority
Embedding — Das Verfahren, mit dem KI-Systeme Texte in numerische Vektoren umwandeln, um semantische Ähnlichkeiten zu berechnen. Aus SEO/GEO-Perspektive erklärt das, warum thematisch verwandte Begriffe zusammen ranken: Suchmaschinen und LLMs verstehen Bedeutung, nicht nur Keywords. Wer Inhalte semantisch dicht schreibt — also ein Thema mit allen relevanten Unterbegriffen abdeckt — signalisiert dem Embedding-Modell Expertise. Das ist die technische Grundlage von Topical Authority. → siehe auch: Topical Authority, Semantic Depth, Knowledge Graph
F
FAQ Schema — Schema.org-Markup für Frage-Antwort-Paare, eingebettet als JSON-LD in den Seitencode. Auch wenn Google FAQ Rich Results 2023 stark eingeschränkt hat, bleibt FAQ Schema wichtig: KI-Systeme scannen diese strukturierten Frage-Antwort-Blöcke bevorzugt für die Generierung von Antworten. Wer FAQ Schema sauber implementiert, erhöht seine Zitierbarkeit in AI Overviews und ChatGPT Search — auch ohne sichtbaren Rich Snippet. → siehe auch: Schema.org, Structured Data, AEO
Featured Snippet — Ein hervorgehobenes Ergebnis ganz oben in den Google-Suchergebnissen, das eine Frage direkt beantwortet — oft als Box mit Text, Liste oder Tabelle. Google zieht diesen Inhalt automatisch von Seiten, die die Frage besonders klar und strukturiert beantworten. Position 0 bringt Sichtbarkeit ohne zwingend Rang 1 zu haben — und ist oft Vorstufe für Nennung in AI Overviews. → siehe auch: Rich Snippets, Zero-Click Searches, SERP
Index Freshness — Wie aktuell die gecrawlten und indexierten Inhalte einer Website tatsächlich sind. Frische Inhalte werden von KI-Systemen bevorzugt: ChatGPT Search, Perplexity und Google AI Overviews priorisieren aktuelle Quellen, weil veraltete Informationen in Antworten das Nutzervertrauen untergraben. Für dich bedeutet das: Seiten, die du optimiert hast, sollten mit Datum versehen und regelmäßig aktualisiert werden — auch kleine Updates triggern Re-Crawling. → siehe auch: Crawling, Indexierung, GEO
G
GEO (Generative Engine Optimisation) — Die Disziplin, Inhalte so aufzubereiten, dass generative KI-Systeme — ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews, Grok — sie als Quelle erkennen und zitieren. GEO baut auf SEO auf, geht aber weiter: klare Struktur, Frage-Antwort-Format, Faktengenauigkeit, Zitierfähigkeit und regelmäßige Aktualisierung sind entscheidend. Wer keine GEO-Strategie hat, verliert Sichtbarkeit an Wettbewerber, die besser aufgestellt sind — und dieser Shift passiert gerade. → siehe auch: AEO, AI Overviews, llms.txt, Structured Data, Topical Authority
Google AI Mode — Googles Schritt über AI Overviews hinaus: Eine konversationsbasierte Suchoberfläche, in der Nutzer Folgefragen stellen, Kontext anreichern und tiefer in Themen einsteigen können, ohne die Suchergebnisseite zu verlassen. Für Unternehmen bedeutet das: Klassischer Ranking-Traffic wird weiter ersetzt durch Zitat-Sichtbarkeit. Wer als verlässliche Quelle in einem Themengebiet gilt, wird öfter und tiefer referenziert. → siehe auch: AI Mode, AI Overviews, Citation Share
Google Business Profile — Googles kostenloser Eintrag für Unternehmen, der in der lokalen Suche und auf Google Maps erscheint. Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos und Beiträge direkt pflegbar. Für jedes Unternehmen mit physischem Standort oder lokalem Einzugsgebiet Pflicht — ungepflegte Profile kosten Kunden, bevor die erste Website-Seite geladen wird. → siehe auch: Local SEO, Bing Places, NAP-Konsistenz
Grok — Elon Musks KI-Assistent, entwickelt von xAI, integriert in die Plattform X (ehemals Twitter). Für GEO relevant: Grok durchsucht aktiv X-Inhalte und das offene Web. Unternehmen mit aktiver, inhaltlich dichter Präsenz auf X können dadurch besser in Grok-Antworten auftauchen — ein noch kaum genutzter Kanal mit wachsendem Nutzerkreis in Tech und Finance. → siehe auch: GEO, ChatGPT Search, Perplexity
H
Helpful Content Update — Googles Algorithmus-Update, das speziell darauf abzielt, Inhalte zu bestrafen, die primär für Suchmaschinen geschrieben wurden, nicht für Menschen. Seiten mit dünnen, generischen oder offensichtlich KI-generierten Texten ohne echten Mehrwert verlieren Sichtbarkeit. Wer Inhalte schreibt, die konkrete Fragen seiner Zielgruppe beantworten — mit Belegen, Erfahrungen und klarer Struktur — gewinnt. Das Update wirkt auf Domain-Ebene: Viele schlechte Seiten ziehen auch gute Seiten runter. → siehe auch: E-E-A-T, Core Algorithm Updates, Semantic Depth
hreflang — Ein HTML-Attribut, das Suchmaschinen mitteilt, für welche Sprache und Region eine Seite gedacht ist. Notwendig, wenn du dieselbe Website in mehreren Sprachen oder für mehrere Märkte betreibst. Ohne hreflang kann Google die falsche Sprachversion einem Nutzer ausliefern — ein häufiger und vermeidbarer Fehler bei international aufgestellten Mittelständlern. → siehe auch: Technical SEO, URL-Struktur
Hub-and-Spoke Content — Eine Content-Architektur, bei der eine zentrale Pillar Page (Hub) ein Thema überblicksartig behandelt und viele tiefere Cluster-Artikel (Spokes) Unteraspekte ausführlich erklären — alle intern verknüpft. Das Modell stärkt Topical Authority, weil Suchmaschinen und KI-Systeme ein Thema vollständig abgedeckt sehen. Wer nur einzelne Artikel schreibt, ohne Architektur, verliert gegen Wettbewerber mit systematischer Content-Strategie. → siehe auch: Topic Cluster, Topical Authority, Internal Linking
I
Indexierung — Der Prozess, bei dem eine gecrawlte Seite in Googles Datenbank aufgenommen und für Suchergebnisse berücksichtigt wird. Nur indexierte Seiten können ranken. Seiten können via robots.txt, noindex-Tag oder technische Fehler bewusst oder versehentlich aus dem Index ausgeschlossen sein. Prüfen lässt sich der Status über die Google Search Console — ein Tool, das jeder Websitebetreiber aktiv nutzen sollte. → siehe auch: Crawling, noindex, robots.txt
Internal Linking — Die Verlinkung zwischen Seiten innerhalb derselben Website. Stärkt die thematische Autorität, hilft Crawlern beim Navigieren und sorgt dafür, dass PageRank auf wichtige Seiten gelenkt wird. Häufig unterschätzt: Wer eine starke Seite nicht intern verlinkt, verschenkt Ranking-Potential. Orphan Pages — Seiten ohne interne Links — werden oft gar nicht gecrawlt. → siehe auch: PageRank, Hub-and-Spoke Content, Orphan Pages
J
JSON-LD — Das von Google empfohlene Format für Schema.org-Markup. JSON-LD steht für JavaScript Object Notation for Linked Data und wird als separater Script-Block im HTML-Head eingebettet — ohne den sichtbaren Seiteninhalt anzufassen. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Microdata, das direkt in HTML-Tags eingebaut wird: JSON-LD lässt sich leichter pflegen, testen und aktualisieren, ohne das Layout zu riskieren. Google bevorzugt JSON-LD explizit in seiner Dokumentation. → siehe auch: Schema.org, Structured Data, Rich Snippets
K
Keyword Research — Die systematische Analyse, nach welchen Begriffen deine Zielgruppe sucht — inklusive Suchvolumen, Wettbewerb und Suchabsicht. Grundlage für jede Content-Strategie. Häufiger Fehler: Keywords mit hohem Volumen auswählen, die keine Kaufabsicht haben. Besser: Begriffe finden, die zeigen, dass jemand kurz vor einer Entscheidung steht — auch wenn das Suchvolumen geringer ist. → siehe auch: Search Intent, On-Page SEO, Topic Cluster
Knowledge Graph — Googles strukturierte Wissensdatenbank, die Fakten über Personen, Orte, Unternehmen und Konzepte speichert und direkt in Suchergebnissen anzeigt. Wenn dein Unternehmen im Knowledge Graph erscheint, erhöht das Sichtbarkeit und Vertrauen erheblich — dein Firmenprofil erscheint dann rechts in der Suche ohne Klick notwendig. Strukturierte Daten, Wikipedia-Einträge und konsistente NAP-Daten helfen dabei, aufgenommen zu werden. → siehe auch: Structured Data, Schema.org, NAP-Konsistenz
L
llms.txt — Eine neue, noch nicht vollständig standardisierte Konventionsdatei (ähnlich robots.txt), mit der Websites KI-Crawlern mitteilen, welche Inhalte sie für das Training oder die Antwortgenerierung verwenden dürfen. Liegt im Wurzelverzeichnis der Website (/llms.txt). Wer früh mitmacht, kann Kontrolle über seine Sichtbarkeit in KI-Systemen gewinnen — und gleichzeitig signalisieren, welche Inhalte er aktiv für KI-Nutzung freigibt. → siehe auch: llms-full.txt, robots.txt, AGENTS.md, GEO
llms-full.txt — Die erweiterte Variante von llms.txt: Statt nur Hinweisen auf erlaubte Seiten enthält die Datei vollständige Seiteninhalte — damit KI-Crawler nicht jede Unterseite einzeln aufrufen müssen. Praktisch für Unternehmen, die ihre Inhalte aktiv für KI-Nutzung freigeben wollen, ohne den normalen Web-Traffic zu erhöhen. Je vollständiger und strukturierter diese Datei, desto einfacher ist die Zitierung durch LLMs. → siehe auch: llms.txt, GEO, Crawling
Local SEO — Optimierung für lokal relevante Suchanfragen wie „Steuerberater München“ oder „Maschinenbau Ruhrgebiet“. Kernelemente: Google Business Profile, lokale Keywords, NAP-Konsistenz und Bewertungsmanagement. Für Unternehmen mit regionalem Einzugsgebiet ist Local SEO oft der schnellste Weg zu mehr Anfragen — und einer der am meisten vernachlässigten Kanäle im Mittelstand. → siehe auch: Google Business Profile, Bing Places, NAP-Konsistenz
M
Meta Description — Die kurze Beschreibung, die unter dem Seitentitel in den Suchergebnissen erscheint (ca. 155 Zeichen). Kein direkter Rankingfaktor, aber entscheidend für die Klickrate: Eine konkrete Meta Description mit klarem Mehrwert kann die Klickrate um 20–30 % steigern. Google überschreibt sie manchmal automatisch — wer keine setzt, überlässt Google die Wahl. → siehe auch: Title Tag, SERP, On-Page SEO
Mobile First Indexing — Google indexiert und bewertet primär die mobile Version deiner Website. Wer keine mobiloptimierte Seite hat, verliert direkt Ranking-Potential. Standard seit 2021 — und wer jetzt noch nicht responsive ist, hat ein ernsthaftes strukturelles Problem, kein kurzfristiges. → siehe auch: Core Web Vitals, Technical SEO
N
NAP-Konsistenz — Name, Adresse, Telefonnummer müssen über alle Online-Auftritte identisch angegeben sein: Website, Google Business Profile, Bing Places, Branchenverzeichnisse, Social-Media-Profile. Inkonsistente NAP-Daten verwirren Suchmaschinen und schaden Local SEO erheblich — Google vertraut der Quelle, die die häufigste Übereinstimmung zeigt. Ein NAP-Audit dauert einen halben Tag und beseitigt einen der häufigsten Local-SEO-Fehler. → siehe auch: Local SEO, Google Business Profile, Knowledge Graph
noindex — Eine Anweisung im HTML-Code oder HTTP-Header, die Suchmaschinen sagt: „Diese Seite nicht in den Index aufnehmen.“ Sinnvoll für interne Seiten, Danke-Seiten oder doppelte Inhalte. Falsch gesetzt — etwa auf ganzen Verzeichnissen oder durch CMS-Standardeinstellungen — kann noindex dafür sorgen, dass wichtige Seiten komplett aus der Suche verschwinden. → siehe auch: robots.txt, Canonical URL, Indexierung
O
Off-Page SEO — Alle SEO-Maßnahmen außerhalb deiner eigenen Website: primär Aufbau und Qualität von Backlinks, aber auch Erwähnungen in Fachmedien, Branchenverzeichnisse und Brand Mentions ohne Link. Off-Page-Stärke baut sich langsam auf und ist schwer zu fälschen — wer echte Relevanz in seiner Branche hat, bekommt sie auch natürlich gespiegelt. → siehe auch: Backlinks, Domain Authority, On-Page SEO
On-Page SEO — Alle Maßnahmen auf deiner eigenen Website: Title-Tags, Meta-Descriptions, Überschriftenstruktur (H1–H6), interne Verlinkung, Keyword-Einsatz, Textqualität, Bildoptimierung. Das ist der Bereich, den du vollständig selbst kontrollierst — und der häufig einfache Gewinne bringt, die viele Mittelständler noch nicht ausgeschöpft haben. → siehe auch: Technical SEO, Keyword Research, Search Intent
Open Graph — Ein Protokoll (ursprünglich von Facebook entwickelt), das steuert, wie deine Seite in sozialen Netzwerken und Messaging-Diensten als Vorschaukarte erscheint. Titel, Beschreibung und Bild werden über Open Graph-Tags im HTML-Head festgelegt. Kein direkter Rankingfaktor, aber entscheidend dafür, ob geteilte Inhalte professionell aussehen — und ob jemand klickt oder scrollt. → siehe auch: Structured Data, Schema.org
Orphan Pages — Seiten auf deiner Website, die von keiner anderen internen Seite verlinkt werden. Sie werden von Crawlern oft nicht gefunden und können damit nicht ranken — auch wenn der Inhalt gut ist. Entsteht häufig nach Website-Relaunches oder unkontrollierter Content-Produktion. Lösung: interne Verlinkung konsequent aufbauen, Sitemap regelmäßig prüfen. → siehe auch: Internal Linking, Crawling, Sitemap
P
PageRank — Googles ursprünglicher Algorithmus, der Seiten nach Anzahl und Qualität eingehender Links bewertet. Nicht mehr als einzelne Zahl öffentlich sichtbar, aber weiterhin Kernprinzip des Google-Algorithmus. Je mehr relevante, qualitativ hochwertige Seiten auf dich verlinken, desto mehr PageRank fließt auf deine Seiten — und das überträgt sich auch auf intern verlinkte Unterseiten. → siehe auch: Backlinks, Domain Authority, Internal Linking
Perplexity — Eine KI-gestützte Suchmaschine, die Antworten direkt aus dem Web generiert und dabei Quellen zitiert. Für Unternehmen ist Perplexity ein wachsender Traffic-Kanal — wer dort als Quelle auftaucht, wird von einer technikaffinen, kaufkräftigen Zielgruppe wahrgenommen. Strukturierte, faktenreiche Inhalte mit klar zitierbaren Aussagen werden bevorzugt. 2025 hatte Perplexity bereits über 100 Millionen Nutzer. → siehe auch: GEO, AEO, ChatGPT Search, RAG
R
RAG (Retrieval-Augmented Generation) — Das technische Verfahren hinter ChatGPT Search, Perplexity und ähnlichen KI-Suchsystemen: Die KI ruft erst aktuelle Webinhalte ab (Retrieval), kombiniert diese mit ihrem Vorwissen und generiert dann eine Antwort (Generation). Für dich als Websitebetreiber bedeutet das: Wer gecrawlt und klar strukturiert aufgebaut ist, wird in diesen Systemen als Quelle verwendet. RAG-Systeme bevorzugen klare Fakten, Abschnitte mit eindeutiger Fragestellung und aktuelle Inhalte. → siehe auch: GEO, AEO, Perplexity, ChatGPT Search
Redirect (301 / 302) — Ein 301-Redirect leitet dauerhaft von einer alten URL auf eine neue um und überträgt dabei Ranking-Signale (Link-Equity). Ein 302-Redirect ist temporär und überträgt keine Signale. Bei Website-Relaunches sind korrekte 301-Redirects entscheidend, um aufgebaute SEO-Stärke nicht zu verlieren — ein fehlerhafter Redirect-Plan kann Monate Rankingarbeit vernichten. → siehe auch: URL-Struktur, Technical SEO, Crawling
Rich Snippets — Erweiterte Suchergebnisse, die durch strukturierte Daten angereichert werden: Bewertungssterne, Preise, Verfügbarkeit, Rezeptzeiten, FAQs und mehr. Rich Snippets erhöhen die Klickrate messbar — in Tests um 20–30 %. Sie erfordern korrektes Schema.org-Markup im Quellcode und werden von Google nur dann angezeigt, wenn die Seite inhaltlich zum Markup passt. → siehe auch: Schema.org, Structured Data, SERP
robots.txt — Eine Textdatei im Wurzelverzeichnis deiner Website, die Crawlern mitteilt, welche Seiten sie aufrufen dürfen und welche nicht. Kein Sicherheitsmechanismus — die Datei ist öffentlich einsehbar und manche Bots ignorieren sie. Aber ein wichtiges Steuerelement: Falsch konfiguriert kann robots.txt versehentlich die gesamte Website aus der Suche sperren — einer der häufigsten technischen SEO-Fehler, der oft monatelang unbemerkt bleibt. → siehe auch: Crawling, noindex, llms.txt, Crawl Budget
S
Schema.org — Ein gemeinsames Vokabular-Standard von Google, Bing und Yahoo für strukturierte Daten. Du kannst damit Elementen auf deiner Seite eindeutige Bedeutungen geben: „Das ist ein Produkt“, „Das ist eine Bewertung“, „Das ist ein FAQ“. Suchmaschinen und KI-Systeme verstehen deine Inhalte damit besser und können sie als Rich Snippets darstellen oder als Quelle in Antworten zitieren. JSON-LD ist das empfohlene Implementierungsformat. → siehe auch: Structured Data, Rich Snippets, JSON-LD, Knowledge Graph
Search Intent (Suchabsicht) — Der eigentliche Grund, warum jemand eine bestimmte Anfrage stellt. Es gibt vier Grundtypen: informational (Wissen aufbauen), navigational (bestimmte Seite finden), transactional (kaufen wollen) und commercial investigation (Optionen vergleichen). Wer den falschen Content für eine Intent-Kategorie schreibt, wird nicht ranken — auch bei technisch gutem Text nicht. Vor jedem Content-Stück: Welchen Intent hat diese Suchanfrage wirklich? → siehe auch: Keyword Research, On-Page SEO, SERP
Semantic Depth — Die inhaltliche Tiefe und Vollständigkeit, mit der du ein Thema auf deiner Website behandelst. Je vollständiger du ein Thema abdeckst — alle relevanten Unterbegriffe, Aspekte, Fragen und Antworten —, desto eher erkennen Suchmaschinen und KI-Systeme dich als Authority. Semantic Depth bedeutet nicht Länge um der Länge willen, sondern: Kein relevanter Aspekt fehlt. Wer ein Thema lückenhaft behandelt, verliert gegen spezialisierte Quellen. → siehe auch: Topical Authority, Hub-and-Spoke Content, Embedding
SERP (Search Engine Results Page) — Die Ergebnisseite nach einer Suchanfrage. Enthält organische Ergebnisse, bezahlte Anzeigen, Knowledge Panels, AI Overviews, Featured Snippets, Local Packs und mehr. Die Zusammensetzung einer SERP gibt dir wichtige Hinweise, wie Google eine Suchabsicht interpretiert — und was du bieten musst, um sichtbar zu sein. Vor einer Content-Strategie: Suche selbst nach dem Keyword und lies die SERP wie eine Blaupause. → siehe auch: Featured Snippet, Rich Snippets, Zero-Click Searches
Sitemap — Eine strukturierte Liste aller Seiten deiner Website — meist als XML-Datei —, die du Suchmaschinen über die Search Console übermittelst. Beschleunigt das Crawling neuer oder aktualisierter Inhalte erheblich. Besonders wichtig für größere Websites, CMS-getriebene Seiten oder Seiten mit vielen dynamischen Inhalten. Eine veraltete Sitemap mit 404-Seiten schadet mehr als keine. → siehe auch: Crawling, Indexierung, robots.txt
Structured Data — Maschinenlesbarer Code, den du in deine Seite einbettest, um Inhalten eine eindeutige Bedeutung zu geben. Grundlage für Rich Snippets, Knowledge Graph-Einträge und die Zitierbarkeit durch KI-Systeme. Ohne Structured Data versteht eine Suchmaschine nur den Text — mit Structured Data versteht sie den Kontext: Was ist ein Produkt, was eine Person, was eine FAQ. JSON-LD ist das empfohlene Format. → siehe auch: Schema.org, Rich Snippets, JSON-LD, GEO
T
Technical SEO — Alle technischen Maßnahmen, die sicherstellen, dass deine Website von Suchmaschinen korrekt gefunden, gecrawlt, indexiert und bewertet werden kann. Umfasst Ladegeschwindigkeit, mobile Optimierung, HTTPS, saubere URL-Struktur, Core Web Vitals und fehlerfreie Implementierung von robots.txt und Sitemaps. Technical SEO ist das Fundament — alles andere baut darauf auf. Wer hier schlechte Arbeit macht, kann durch Content-Qualität kaum kompensieren. → siehe auch: Core Web Vitals, Crawling, Indexierung, Mobile First Indexing
Title Tag — Der Seitentitel, der in Suchergebnissen und im Browser-Tab erscheint (optimal: 55–60 Zeichen). Das wichtigste einzelne On-Page-Element für Rankings. Er kommuniziert direkt, worum es auf der Seite geht — sowohl für Suchmaschinen als auch für den Nutzer, der in 0,3 Sekunden entscheidet, ob er klickt oder nicht. Google überschreibt Title Tags zunehmend automatisch — das passiert besonders dann, wenn der Titel nicht zur Seite passt. → siehe auch: Meta Description, On-Page SEO, SERP
Topic Cluster — Eine Gruppe thematisch zusammengehöriger Seiten, die alle rund um ein zentrales Pillar-Thema organisiert sind und untereinander intern verlinkt werden. Cluster-Artikel decken Unteraspekte tief ab, die Pillar Page gibt den Überblick. Das Modell stärkt Topical Authority, verbessert interne Verlinkung und macht dein Content-Portfolio für Suchmaschinen und KI-Systeme leichter strukturierbar. → siehe auch: Hub-and-Spoke Content, Topical Authority, Internal Linking
U
URL-Struktur — Die Gestaltung deiner Web-Adressen. Gute URLs sind kurz, sprechend und enthalten relevante Keywords: /maschinenbau/praezisionsteile schlägt /page?id=4712. Saubere URL-Strukturen helfen beim Crawling, bei der internen Verlinkung und beim Verständnis durch KI-Systeme — und sind für Nutzer leichter merkbar und teilbar. Einmal falsch angelegt, sind URLs schwer zu korrigieren ohne Redirect-Aufwand. → siehe auch: Technical SEO, Redirect, Canonical URL
Z
Zero-Click Searches — Suchanfragen, bei denen der Nutzer die Antwort direkt auf der Google-Ergebnisseite erhält und nicht auf eine Website klickt. Bereits heute sind mehr als 50 % aller Google-Suchen Zero-Click — Tendenz steigend. Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit in Featured Snippets, AI Overviews und Knowledge Panels ist wichtiger als je zuvor — auch wenn sie keinen direkten Klick bringt, stärkt sie Markenbekanntheit und Vertrauen. Die Messgröße verschiebt sich von „Klicks“ zu „Präsenz“. → siehe auch: Featured Snippet, AI Overviews, AEO, Citation Share
Glossar-Stand: Mai 2026 — Einige Begriffe (AGENTS.md, llms-full.txt, AI Mode, Share of Model) befinden sich noch in aktiver Standardisierung. Definitionen werden mit neuen Entwicklungen aktualisiert.
Weiterführend:
- KI & Alexa for Shopping Glossar — 56 Begriffe aus LLM, Amazon RAG und Agentic Commerce
- Amazon Glossar für Mittelstand — 122 Begriffe aus Vendor Central, Seller Central und Advertising
- Alexa for Shopping — was sich für Vendor und Seller ändert